Sensorische Integrationstherapie

Was ist Sensorische Integration?

Die Sensorische Integrationstherapie wurde von der US-amerikanischen Ergotherapeutin und Psychologin A. Jean Ayres entwickelt.

„Sensorische Integration bedeutet das sinnvolle Ordnen von Sinneserregungen im Gehirn, so dass der Mensch und seine Umwelt genau wahrnimmt, zu Lernprozessen fähig ist und auf Umweltgegebenheiten angemessen reagieren kann.“ Dr. Jean Ayres

Sensorische Integration (SI) ist ein Prozess, der überall und jederzeit in unserem Gehirn stattfindet. Die Aufnahme und Verarbeitung sinnlicher Erfahrungen (Berührung, Bewegung, Körperwahrnehmung, Riechen, Schmecken, Hören und Sehen) wird als Sensorische Integration bezeichnet. So spüren wir z.B. in welcher Lage sich unser Körper gerade befindet, wie wir uns bewegen, wie wir uns in der Schwerkraft halten und aufrichten. Durch diese sinnliche Erfahrung – Sinnesinformation- und deren Interpretation erfahren wir unsere Wirklichkeit.

Wie Reize aufgenommen und verarbeitet werden, hängt von der individuellen Veranlagung, von dem Reifegrad des zentralen Nervensystems und von den Sinnessystemen und deren Interpretation.Lernen ist abhängig von der Fähigkeit, sensorische Informationen aufzunehmen. Das bedeutet, alle über die Sinnessysteme aufgenommene Informationen werden im Nervensystem weitergeleitet, verschaltet, vernetzt, geordnet, gegliedert und gespeichert, so dass sie in sinnvolle, der jeweiligen Situation angemessenen Handlungen umgesetzt werden können.

Für jede Handlung benötigen wir eine gute Organisation von Sinneswahrnehmungen. Erfolgt der Fluss der Empfindungen unorganisiert – d. h. im ZNS findet keine entsprechende Verarbeitung statt – so kann keine zielgerichtete und geplante Handlung auf die Umweltreize hervorgebracht werden.

Was ist die Sensorische Integrationstherapie?

Nach der ausführlichen Befunderhebung und Befragung, sowie Beobachtungen beginnt die Behandlung an der Basis der Körper- und Bewegungswahrnehmung. Entsprechend dem Befund werden dem Patienten sensorischen Angebote gemacht, die eine Herausforderung darstellen. Durch die Eigenaktivität zu immer mehr und neuen Erfahrungen und das lustvolle Erleben, erfährt der Patient neue Entwicklungsschritte. Das Angebot in der Behandlung bleibt dosiert und angepasst.

Soziales Umfeld und Familie

Informationen und Beratung der Bezugspersonen und der Angehörigen, sowie des sozialen Umfeldes zum Umgang mit den entsprechenden Schwierigkeiten und die Erarbeitung von Hilfestellungen sind von erheblicher Bedeutung.

 

 

 


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